Garbsener-Bürgerschaft

Fraktion im Rat der Stadt Garbsen

Christa und Karl Ingo Welke

Rathausplatz 1, 30823 Garbsen

                                                                                                                      Garbsen, den 12. März 2001

Antrag nach § 6 GO in den Rat

Betr.: Schutzmaßnahmen zum Erhalt privater Bäume durch die Stadt

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Mitglieder des Rates,

sehr geehrte Damen und Herren,

Vorbemerkung:

In unserer Stadt gibt es keine Baumschutzsatzung, somit ist das Überleben älterer Laubbäume, mit einem Stammumfang von mehr als 60 cm, die sich in Privatbesitz befinden, nicht gesichert. Diese gilt es zu schützen und zu pflegen.

Antrag:

Der Rat beschließt eine Satzung nach Vorgaben unseres Fachamtes, in der folgende Kriterien enthalten sein sollten:

1. Heimische Bäume, mit einem Stammumfang von mindestens 60 cm, die sich in Privatbesitz befinden und deren Erhalt durch die Eigentümer nicht gewährleistet werden kann, werden durch einen abzuschließenden Vertrag mit der Stadt durch diese geschützt und gepflegt.

2. Der Schutzgegenstand, z.B. ein heimischer Laubbaum im Gebiet der Stadt Garbsen, wird aus einem neu einzurichtenden Fond unterhalten, um folgendes Ziel zu erreichen:


                                               Erhaltung und Verbesserung des Stadtklimas, Luftreinigung sowie die Erhaltung eines Lebensraums für Tiere.

 

3. Die anfallenden Kosten für die Pflege werden jährlich vom Grünflächenamt vorgegeben. Die Sicherung zur Gefahrenabwehr obliegt der Stadt Garbsen sowie alle versicherungstechnischen Leistungen zu veranlassen.

Begründung:

Immer mehr Privateigentümer trennen sich aus unterschiedlichsten Gründen von ihrem alten Baumbestand.

Die Begründungen der Besitzer von den Bäumen: Pflege und Versicherungskosten bis hin zur Räumung des jährlichen Laubanfalls (speziell Eichenlaub).

Schützenswerte, alte und gesunde Bäume verbessern für die Allgemeinheit das Stadtklima und tragen zu einem hohen Maße zur Luftreinigung bei und dienen darüber hinaus der Ruhe und Erholung. Und bedürfen aus diesem Grunde des Schutzes durch die Stadt, vorausgesetzt die Privateigentümer sind bereit, sie der Stadt zur Pflege zu übereignen, bzw. in Bebauungsplänen festzuschreiben.

Mit freundlichen Grüßen 

Karl Ingo Welke